
Einführung von Active Directory und Windows XP bei den IWB
Die IWB (www.iwb.ch) sind verantwortlich für die leitungsgebundene Versorgung mit Elektrizität, Fernwärme und Trinkwasser im Kanton Basel-Stadt und mit Erdgas in der Region Nordwest-Schweiz. Die Versorgung umfasst Beschaffung, Produktion, Speicherung, Transport und Verteilung von Energie und Trinkwasser. Dazu gehört die Planung, Finanzierung, Bau, Betrieb und Unterhalt von Anlagen und Netzen. Die IWB legen grossen Wert auf eine ökonomische und ökologische Versorgung und unterstützen neue regenerative Energieformen. Zunehmend bieten die IWB Dienstleistungen im Bereich Energie, Wasser und Infrastruktur an und sind seit einiger Zeit mit entsprechenden Markenprodukten präsent. Dazu gehört "Connex", das alle Dienstleistungen rund um Telekommunikationsinfrastruktur umfasst.

Aufgrund neuer Anforderungen und dem Lebenszyklus von Windows NT wurde im letzten Sommer entschieden, alle Windows PCs auf Windows XP zu migrieren. In einem ordentlichen Submissionsverfahren fiel die Wahl auf die Comicro-Netsys, die mit ihrer Offerte überzeugte und mit dem Preis-/ Leistungsverhältnis den Bedürfnissen am besten entsprach.
Das Projekt zeichnete sich durch einen ambitiösen Terminplan aus, sollte doch die Server- und Client-Migration, die Konzeption und Einführung des Active Directory Services sowie die automatische Software-Verteilung innerhalb von 3 Monaten implementiert werden. Hinzu kam die grosse Vielfalt an Applikationen, die ein "Multi Utility"-Unternehmen zwangsläufig mit sich bringt.
Drei Monate klingen im ersten Moment nach viel Zeit. Betrachtet man aber nur die wichtigsten Aufgaben, die in dieser Zeit zu bewältigen waren, so wird einem bewusst, dass die Herausforderung sehr gross war.
Nebst vielen anderen Faktoren waren schlussendlich drei Punkte für den Erfolg des Projektes ausschlaggebend: Straffes Projektmanagement, ein zuverlässiges Softwareverteilungswerkzeug und kompetente, hoch motivierte Mitarbeiter.
Infrastruktur
Als Softwareverteilungswerkzeug wurde Unicenter Software Delivery Option (SDO) gewählt. SDO bietet einerseits Unterstützung bei der automatischen Betriebssystem-Installation über PXE (PXE=Preboot Execution) und wird andererseits für die Erstellung und Verteilung von Software-Paketen nach verschiedenen Verfahren verwendet. Um die Netzwerk-Last während dem Client-Rollout zu verteilen, wurde die folgende Konfiguration gewählt:

Die SDO-Infrastruktur ist so aufgebaut, dass ein zentraler Server (SDO Local Server) die Steuerung der externen Bootserver übernimmt. Die Betriebssysteme (Windows XP) werden aber von den lokalen Boot-Servern auf die Clients verteilt (blaue Linien). Für jede Hardware-Plattform wurde ein angepasstes Boot-Image erstellt und auf die Boot-Server verteilt, sodass an jedem Standort jede Hardware-Plattform automtisch installiert werden kann.
In der Datenbank des zentralen SDO Local Server sind auch alle Softwarepakete gespeichert, die an die Clients verteilt werden können. Da genügend Bandbreite zur Verfügung steht, werden alle Softwarepakte vom zentralen SDO Local Server an die Clients an allen Lokationen verteilt (Rote Linien).
Migration
Wie erwartet, traten die meisten Probleme in der Bereitstellung der Applikationen für die Software-Verteilung auf. Durch grossen Einsatz konnten jedoch die Termine gehalten werden und der Massenrollout wurde planmässig innerhalb von 3 Wochen für 500 PCs abgeschlossen.
Die Umstellung der PCs am Arbeitsplatz (Memory-Einbau, BIOS-Update, Installation Betriebssystem und Applikationen) konnte effizient und zuverlässig durchgeführt werden. Zu beachten ist aber die Installationszeit, die abhängig von der entsprechenden PC-Hardware zwischen 2 und 3 Stunden in Anspruch genommen hat.
Migrationsschulung
Während dem Client-Rollout wurden die Mitarbeiter zu einer Migrationsschulung eingeladen. Damit konnte zur Zufriedenheit der Mitarbeiter der Arbeitsausfall auf einen halben Tag beschrankt werden. Mit eigenen, speziell entwickelten und auf die IWB zugeschnittenen Unterlagen wurden die Unterschiede des PC Betriebssystems und der Officeanwendungen kurz und prägnant geschult. Die Herausforderung bestand darin die knappe Zeit optimal zu nutzen und auf die zahlreichen - und nur auf diese - Unterschiede zwischen Office 97 und 2002 einzugehen! Das Ziel bestand darin die Mitarbeiter zu befähigen, sich mindestens gleich gut - oder besser - mit den neuen Versionen der Programme zurechtzufinden und die zusätzlichen Vorteile für sich nutzen zu können.